Amnesty International Gruppe gegen Folter und Todesstrafe Berlin

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Gruppe gegen Folter und Todesstrafe Berlin

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Was ist Folter und wozu wird Folter angewandt?

Folter wird zur Bestrafung angewandt, zur Erpressung von Geständnissen, zur Erniedrigung oder zur Einschüchterung. Gefoltert wird mit Schlägen, mit  Elektroschocks, durch Vergewaltigungen und sexuellen Missbrauch. Menschen werden zur Folter an Händen oder Füssen aufgehängt, fast zum Ersticken gebracht, mit dem Tod bedroht oder bis zum Ertrinken in eiskaltes Wasser getaucht.
Doch auch Misshandlungen wie lang dauernde Einzelhaft, regelmässiger Schlafentzug, die unablässige Einwirkung von grellem Licht oder lauter Musik, stundenlanges Verharren in Stresspositionen oder etwa das Überstülpen von Kapuzen und das Verbinden der Augen gelten als Folter, wenn sie über einen längeren Zeitraum angewandt werden.

Das fordert Amnesty International

Das Völkerrecht verpflichtet alle Regierungen dazu, das Folterverbot unter allen Umständen zu wahren und zu gewährleisten. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist das Verbot jeder Art von Diskriminierung. Diskriminierung höhlt den Grundsatz aus, dass alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind. Indem sie die Opfer entmenschlicht, leistet sie Folterungen und Misshandlungen Vorschub. In ihrem Engagement gegen die Folter setzt sich Amnesty International deshalb besonders gegen die Straffreiheit der Täter und gegen Diskriminierung ein.
Amnesty International ruft alle Regierungen dazu auf, folgende 12 Punkte zur Verhütung von Folter durch Angehörige staatlicher Stellen umzusetzen. Sie sollen ihre internationalen Verpflichtungen einlösen, Folter zu verhüten und zu bestrafen, ganz gleich ob sie von Amtsträgern oder anderen Personen verübt werden. Darüber hinaus fordert Amnesty International, dass auch bewaffnete politische Gruppen keine Folter anwenden.

Weitere Informationen auf amnesty.de

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